Unterschätzte Gefahr: Sonnenbrand beim Pferd

Veröffentlicht von Martina Bartl am

Pferde haben ein Fell, das sie in der Regel gut vor Sonnenbrand schützt, doch nicht immer reicht es, um vor den gefährlichen UV-A- (gelangen in die tieferen Hautschichten und sind mittverantwortlich für den Sonnenbrand) und UV-B-Strahlen (hauptverantwortlich für den Sonnenbrand) zu schützen. Vor allem Pferde mit großen Abzeichen (auch bei Schimmel oder Schecken möglich) sind besonders empfindlich. Durch die fehlende Pigmente ist die Haut in diesen Bereichen nämlich rosa und nicht wie sonst schwarz – der natürliche Schutz gegen zu viel Sonne fehlt also. Maul und Nüstern sind außerdem besonders anfällig für Sonnenbrand, da die Haut in diesen Bereichen sehr dünn ist.

Große Abzeichen an den Nüstern sind ein besonders hoher Risikofaktor für einen Sonnenbrand.

Alarmstufe Rot
Die ersten Anzeichen für einen Sonnenbrand sind eine gerötete bzw. auch geschwollene Haut. Bleibt das Pferd weiter der starken Sonneneinstrahlung ausgesetzt, bilden sich – wie beim Menschen – regelrechte Brandblasen, die sich entzünden können und zu nässen beginnen können. Deshalb ist es wichtig, schon bei den ersten Anzeichen eines Sonnenbrandes, das Pferd sofort aus der Sonne zu holen und ihm mit kühlenden Kompressen (z. B. mit Topfen, speziellen Cremes oder Gels) Linderung verschaffen. Ist es für die Erste Hilfe zu spät und es haben sich bereits Blasen gebildet, dann auf jeden Fall den Tierarzt rufen, um den Whorst Case zu verhindern.

Was hilft gegen Sonnenbrand

  • ausreichend Schatten auf der Koppel
  • UV-Schutz-Masken für den den Kopf und die Nüstern
  • Sonnencremes (unparfümiert und ohne Konservierungsmittel) für Kinder oder spezielle Pferde-Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor
Kategorien: News